Die Macht der Gewohnheit

Möge diese Macht nicht länger mit mir sein

04. September 2011 aus Alltägliches

Das eigene Rauchverhalten zu reflektieren, so wie es mir unsere Psychologin auch geraten hat, kann u.U. interessante Tatsachen zu Tage fördern.

In der Arbeit verhält es sich so: Auf die Zigarette(n), die ich in der regulären Pause konsumiere, habe ich immer sehr große Lust. Und ich freue mich auch sehr darauf. Wie oft und stark mich das Verlangen im übrigen Tagesverlauf überkommt, hängt allerdings von verschiedenen Faktoren ab, u.a. von meiner Auslastung. Aber mein Rauchverhalten während der Arbeit will ich am kommenden Montag unter die Lupe nehmen.

Heute blicke ich zurück auf das zur Neige gehende Wochenende. Ich habe mir nämlich folgende Frage gestellt:

Warum komme ich an einem Arbeitstag auf gut eine Packung, während ich die Zigaretten schachtelweise dezimiere, wenn ich frei habe?

Dass ich früher zu Bett gehe, wenn ich nächsten Morgen zeitig aus den Federn muss, macht das Kraut nicht fett und dürfte somit als Erklärung kaum ausreichen. Es muss also an meinen Gewohnheiten liegen.

Einige Beispiele gefällig?

  • Auf dem Weg vom Supermarkt nach Hause
    Selbst wenn man hastig raucht, reicht die Zeit kaum für eine ganze Zigarette. Ich entschloss mich also, erst wieder eine zu rauchen, wenn ich zu Hause die Einkäufe verstaut habe. Dann aber gemütlich.
  • Während der Wartezeit auf Hasan's herrliche Bosna
    Ein gutes Beispiel dafür, wie unbewusst ich oft zur Zigarette greife. Bisher lief das so:
    Bestellen - rausgehen - hinsetzen - Zigarette anstecken.
    Diesmal dachte ich: Muss nicht sein. Also:
    Wieder rein - Zeitung durchblättern - Hasan fragen, wie der Urlaub war - und schon wurde die Bosna serviert.
  • Sonntags, während des Frühstücks
    Heute habe ich mich zum sonntäglichen Frühstück bewusst im Nichtraucherbereich niedergelassen. Mein Hintergedanke: Wenn ich zur Arbeit gehe, kann ich während des Frühstücks auch nicht rauchen und ich denke auch gar nicht darüber nach. Dort darf nicht geraucht werden und damit hat sich's. Mir sollte dies also leicht von der Hand gehen. Und das tat es auch. Habe somit 3-4 Zigaretten eingespart.

Diese Beispiele haben etwas gemeinsam: Weder hatte ich große Lust auf diese Zigaretten, noch viel es mir sonderlich schwer, darauf zu verzichten.

Mein Fazit:
Meine Gewohnheiten und günstige Gelegenheiten scheinen also tatsächlich einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf mein Rauchverhalten zu haben. Und: Zu Hause fällt es mir leider ungleich schwerer, eine Zigarette mal nicht zu rauchen.

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